Meine Filme

Als “Meine Filme” bezeichne ich abgeschlossene Projekte, die ich auswerte (z.B. auf Festivals oder in Mediatheken) und deren Produktion ich verantworte.
ASH WEDnesday

Mein Abschlussfilm “Ash Wednesday”, ein brasilianisches Musical über Polizeigewalt, feiert im Februar 2023 seine Weltpremiere auf der 73. Berlinale in der Sektion “Perspektive Deutsches Kino”. Darum geht es in dem Film:

In einer Favela in Rio de Janeiro neigt sich der letzte Tag des Karnevals dem Ende zu. Die andauernde Präsenz des Militärs ist ein ständiger Begleiter im Alltag, die Schüsse sind unaufhörlich zu hören. Demétria wartet darauf, dass ihre Tochter Cora von der Schule nach Hause kommt. In der Zwischenzeit bricht eine gewalttätige Polizeirazzia in ihrer Umgebung aus. Als die Nacht hereinbricht und sie sich an die schwindende Hoffnung klammert, ihre Tochter doch noch zu finden, wird Demétria nacheinander von drei Figuren besucht – einem Polizisten, dem lokalen Pfarrer und dem Gouverneur des Bundeslandes.

“Ash Wednesday” ist mein bisher größtes Projekt, dessen Produktion ich als Producer geleitet habe. Über 100 Teammitglieder, aufwändiger Setbau im Studio, 28 durchmusikalisierte Minuten – mal vorher aufgenommen, mal live eingespielt, mal beides. Gefördert wurden wir von einem Förderprogramm des französischen Filmfestivals “War on Screen” und dem Bundeskulturministerium.

I Was Never Really Here

Meinen ersten größeren Kurzspielfilm haben wir auf analogem 16mm-Filmmaterial aufgenommen. Die Musik entstand eigens für den Film in deutsch-ghanaischer Koproduktion. Unsere Weltpremiere feierten wir auf dem 12. Aesthetica Short Film Festival in York, die Deutschlandpremiere folgte dann beim 41. Filmschoolfest Munich, wo wir den Publikumspreis gewinnen konnten. Im Anschluss liefen wir unter anderem noch beim 20. Bogotá Short Film Festival und bei den 33. Bamberger Kurzfilmtagen. Darum geht es in “I Was Never Really Here”: Erst als Sam (17) auf Kwesi (19) trifft, wird er mit seiner deutsch-ghanaischen Identität konfrontiert. Die aufkeimende Liebe der beiden Jungen wird durch Kwesis fraglichen Aufenthaltsstatus gefährdet. „I Was Never Really Here“ ist ein poetischer Kurzfilm über eine besondere Begegnung zweier Jugendlicher und ihre Auseinandersetzung mit Identität, Herkunft und Sexualität.

Ballett – ein Dokumentarfilm

Mein erster größerer Kurzdokumentarfilm ist eine beobachtende Dokumentation über eine Ballettschule als Ort  im Spannungsfeld zwischen individueller Selbstverwirklichung und Konformität wie Leistungsdruck. Gedreht haben wir den Schwarz-Weiß-Stummfilm im 4:3-Format, vertont ist er mit eigens komponierter Filmmusik, die vom Filmorchester Babelsberg eingespielt wurde. Zweieinhalb Jahre nach Drehende konnten wir nach einer sich durch die Pandemie ständig verzögernden Postproduktion im Juli 2022 endlich unsere Premiere auf der “14. Nonfiktionale – Festival des dokumentarischen Films Bad Aibling” in Bayern feiern. Unsere internationale Erstaufführung auf dem “21. Dokufest – International Documentary and Short Film Festival” in Prizren (Kosovo) erfolgte dann im August 2022, im September 2022 konnte man unseren Film dann auch im Programm des rbb anschauen.