A Clockwork Orange – ein faszinierendes Gewaltepos

»A Clockwork Orange« (1971) ist eine physisch spürbare Erfahrung. Von der ersten Sekunde an wird man in den Bann einer außergewöhnlichen, vielseitigen und abwechslungsreichen Geschichte gezogen.
Auf dieses Erlebnis muss man sich einlassen können.

Der ungewöhnliche Inhalt des Films wirkte auf mich aufgrund der genialen Inszenierung des Meisterregisseurs Stanley Kubrick und der damit verbundenen inhaltlichen sowie audiovisuellen Faszination nicht verstörend, das mag jedoch nicht für jedermann gelten.
Um eventuell existierenden Vorurteilen gegenüber der Inszenierung des Films vorzubeugen: Die Idealisierung und Inszenierung von Gewalt ist ein bewusst gewähltes Mittel, um ein außerordentlich persönliches und realistisches Charakterporträt zeichnen zu können.
Etwas Filmvorerfahrung und eine reflektierte und nicht stets reine Unterhaltung erwartende Einstellung zum Film tut hier sehr gut.
Das heißt nicht, dass dieser Film nicht hochgradig spannend und aufregend ist. Doch ist er viel mehr. A Clockwork Orange stellt sich hochphilosophische ethische Fragen. Zudem ist er ein Anti-Establishment-Film, der die Machtgier der Politik und die unkontrollierte Macht der Wissenschaft in Frage stellt.

Auf den Punkt gebracht:
»A Clockwork Orange« ist ein komplexes Meisterwerk und ohne Frage einer der Filme, der mich am meisten schockierte, faszinierte und begeisterte.

Release (Deutschland) 23. März 1972

P.S.: Wenn ihr den Film gesehen habt, lohnt es sich, die sehr gute Simpsons-Parodie dazu anzuschauen!

Die Simpsons-Parodie

Trailer (ENG)

 

 

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